Iserlohner Kreisanzeiger am 15.1.2010

Iserlohner Kreisazeiger am 28.12.2009

Sonderausstellung:

Die Fibel -über 4.000 Jahre im Dienste unserer Kleidung

Das deutsche Wort "Fibel" leitet sich ab von dem lateinischen Wort "fibula", was soviel bedeutet wie Nadelkonstruktion oder auch einfach Klammer. Und tatsächlich ist die heute noch bekannte Sicherheitsnadel das Endstück einer langen Kette menschlicher Erfindungen zum Zusammenheften und Schmücken von Kleidungsstücken. Unsere Sonderausstellung möchte von der langen Geschichte dieser Konstruktion erzählen. Seit Tausenden von Jahren, eigentlich solange es uns Menschen gibt, mussten wir unseren Körper vor Nässe, Kälte und anderen Witterungseinflüssen schützen. Wir bedeckten unsere Körper zunächst überwiegend mit Fellen von Tieren; später in der Jungsteinzeit auch schon mit grob gewebten Tüchern. Um diese "Kleidung" vor der Brust zusammenzuhalten, wurde sie durch Knochenpfrieme und wahrscheinlich auch Lederriemen gebunden. Erst mit der Entdeckung der Bronze (ca. 3.000 Jahre v. Chr.) sollte sich das ändern. Zunächst benutzte man sogenannte Gewandnadeln. Diese hatten eher einen praktischen Nutzen, stellten aber auch vielleicht schon einen gewissen Körperschmuck dar. Die ersten Fibelfunde stammen aus dem vorderen Orient (2.250 v. Chr.), wo man schon sehr viel eher Kenntnisse im Bereich der Metallherstellung und -verarbeitung hatte als in Europa. Die ältesten Funde aus Nordeuropa sind rund 1.000 Jahre jünger (siehe Ausstellung und die Abbildung aus der Lüneburgerheide). Seit dem Beginn der jüngeren Eisenzeit (ca. 450 v.Chr.) vermehren sich die Formen der Fibel. Der Bügel wird verbreitert, gerundet und mit Einlagen und Applikationen geschmückt, er wird zu einer Maske oder zu einer Tiergestalt. Im Mittelalter kommen Glas- und Edelsteineinlagen dazu. Die Fibel entwickelt sich zu einem in ihrer Schönheit und kreativen Vielfalt kaum zu überbietenden Schmuckstück, welches wir bis heute als Brosche verwenden. In der Vitrine wird der Siegeszug der Fibel durch wichtige geschichtliche Epochen Europas in zeitlicher Reihenfolge von oben nach unten nachvollzogen. Die ältesten ausgestellten Exemplare sind mehr als 2.500 Jahre alt.

Eröffnung der Ausstellung Donnerstag, den 15. 1.2009

Wir trauern um unseren Museumsleiter Hans-Jürgen Reichling
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hemberg-Museums nehmen Abschied von Hans-Jürgen Reichling. Er leitete seit vielen Jahren den Aufbau der naturwissenschaftlichen und archäologischen Schausammlung. Im Jahre 1994 gelangten mit ihm umfangreiche Exponate aus Hagen nach Iserlohn, wo sie mit den dort schon existierenden archäologischen Objekten zum Hemberg-Museum vereint wurden. Das Museum befindet sich noch mitten im Aufbau und verliert allzu früh nicht nur einen treuen Weggefährten, sondern einen kompetenten und engagierten Leiter. Sein Lebenswerk würdigen wir und werden es vollenden. Hans-Jürgen Reichling verstarb am 9.November im Alter von 79 Jahren.

Das Museumsteam begrüßt einen neuen Mitarbeiter

Am 22. Februar 2007 hatte das Museumsteam die große Freude, Patrick Sander als neuen Mitarbeiter in seine Reihen aufnehmen zu dürfen. Der 30-jährige Studienrat z.A. ist seit Beginn des Schuljahres 2006/2007 als Lehrer für Englisch und Geschichte am Märkischen Gymnasium tätig. Hier ein kurzes Selbstporträt:

Schon am ersten Tag macht sich der Neue nützlich





Fünftklässler lernen das Hemberg-Museum kennen.

Im Rahmen des Kennenlernens ihrer neuen Schule besuchten die Fünftklässer des Märkischen Gymnasiums im Oktober 2006 das Hemberg-Museum. Wieviel Freude die Kinder dabei hatten, zeigen die folgenden Fotos. KLICK HIER




Das Hemberg-Museum in der Wochenend-Beilage des Iserlohner Kreisanzeigers

In der hervorragenden Reportage vom 30. September 2006 berichten der Redakteur Ralf Tiemann und der Fotograf Michael May über die Entstehung und den neuesten Stand im Auf- und Ausbau des Hemberg-Museums.



Kapitaler Wisent-Oberschädel aus Münster jetzt im Hemberg-Museum

Dank der traditionell guten Beziehungen zwischen dem Leiter des Hemberg-Museums Hans-Jürgen Reichling und dem Geologisch-Paläontologischen Museum der Universität Münster übergab vor einiger Zeit dessen Leiter Dr. Markus Bertling Hans-Jürgen Reichling und seiner Ehefrau und Mitarbeiterin Heidi den Abguss eines Steppenwisent-Oberschädels. Hergestellt hatte das gewaltige Exemplar die im ersten Lehrjahr als geologische Präparatorin Auszubildende Carina Bücker.Die mit 86 cm am weitesten ausladenden Stirnzapfen sind länger als beim heutigen Wisent, den der Steppenwisent auch an Größe insgesamt übertraf. Zu Beginn der Eiszeit drangen die Wisente von Asien nach Europa ein. Der Bison priscus ,so der wissenschaftliche Name des Steppenwisents, war an die Kältesteppen des Eiszeitalters gut angepasst. In der späten Eiszeit vor 10.000 Jahren starb er aus.Die kapitale Neuerwerbung des Hemberg-Museums ist in der Galerie der Säugetiere in der Paläontologischen Abteilung untergebracht.