Die Abteilung "Paläontologie" oder "Der Weg des Lebens" stellt sich vor

In 28 von 32 Vitrinen gibt die Abteilung "Paläontologie" oder "Der Weg des Lebens" einen exemplarischen Überblick über die Entwicklung des Lebens von seinen Anfängen bis in die Gegenwart. Die darin enthaltenen Exponate sind meist Originale aber auch Nachbildungen, Abgüsse und Modelle. Veranschaulicht haben wir die Exponate durch 48 Bilder oder Poster, ein geologisches Band und eine Wandtafel. Die weltweit in Jahrzehnten zusammengetragenen Exponate befinden sich in den Vitrinen entsprechend den geologischen Formationen zeitlich hintereinander geordnet. So ergibt sich in den Vitrinen ein Überblick über die Entwicklung des Lebens im Laufe von ca. 550 Millionen Jahren also vom Kambrium bis zum Quartär. Die älteren Lebenserscheinungen sind durch Abbildungen illustriert, die den Vitrinen vorangestellt sind.

Obwohl das HMI sich nicht als Heimatmuseum versteht, legt es doch Wert auf den heimatkundlichen Aspekt, wie das besonders die Vitrinen "Devon" und "Karbon", sowie einige quartär-paläontologische Themen erkennen lassen.

Spezialthemen in gesonderten Vitrinen oder an den Wänden setzen in dieser Schausammlung die besonderen Akzente und tragen auch zur Auflockerung der langen Reihe von Fossilien bei.

Ein rezentes Korallenriff, das in einer Außenvitrine im Nordflügel des Schulzentrums untergebracht ist und als Schaufenster des Museums dient, lädt zu dem Vergleich mit einem nicht weit von ihm entfernten devonischen Korallenriff ein.

Eine "Kohlevitrine" veranschaulicht den Prozess der Inkohlung, durch den aus Pflanzen Torf, Braunkohle und Steinkohle entstehen.

Weitere Vitrinen beinhalten die Themen "Lebende Fossilien", "Leitfossilien" und "Formen der Fossilation".

Die von Schülern im Kunstunterricht gestaltete "Saurierei" gibt den Dino- und anderen Sauriermodellen eine glaubwürdige Umgebung.

Eine Galerie von Schädeln, Geweihen, Kopfpräparaten und einem Original-Gemälde zeigen einheimische Arten aus der letzten Zwischeneiszeit, Eiszzeit und Nacheiszeit.

Eine weitere Galerie mit eiszeitlichen Tierwandmalereien weist auf das künstlerische Werken des damaligen Menschen hin und bereitet auf den Besuch der archäologischen Abteilung vor.

Zwei weitere Vitrinen dienen wechselnden Sonderausstellungen. Sie sind z.Zt. mit Stopfpräparaten einheimischer Säugetiere und Vögel belegt, die später in die Abteilung 6 "Fauna und Flora der Heimat" gestellt werden sollen.

Während die Paläontologie das "Was" der Evolution behandelt, widmet sich die Evolutionsbiologie dem "Warum" der Evolution. Mit dieser Abteilung "Evolutionsbiologie" haben wir im Anschluß an die Paläontologie bereits begonnen. In zwei Vitrinen am Ende/Anfang der sogenannten Kommunikationsachse haben wir Themen wie "Artbildung" und "natürliche Auslese" behandelt. Diese noch in ihren Anfängen stehende Abteilung soll später den Anschluß an die Abteilung "Archäologie" finden, die das Thema "Von der biologischen zur kulturellen Evolution des Menschen" beinhaltet.

Hans-Jürgen Reichling